Wasseraufbereitung
Solange kein rostrotes Wasser aus dem Wasserhahn fließt, denkt niemand daran, dass er schadhafte Leitungen haben könnte. Tatsache ist jedoch, dass Korrosion in den meisten Fällen erst dann bemerkt wird, wenn es schon zu spät ist. Moderne Geräte unterstützen den Effekt der Sauerstoffaktivierung und damit der Bildung einer Korrosionsschutzschicht.
Ein weiteres großes Problem stellen Kalkablagerungen dar. Heutzutage bewirken neu entwickelte Geräte ein verändertes Kristallisationsverfahren der Härtebildner. Hierbei bleibt die natürliche Qualität des Trinkwassers erhalten, nur mit dem gravierenden Unterschied, dass sich der Kalk nicht mehr an den Rohren ablagert. Teure Reparaturen werden so vermieden.
Neben der Regenwasserrückgewinnung gibt es weitere Möglichkeiten wertvolles Trinkwasser einzusparen. Die einfachste Möglichkeit besteht darin, dass benutzte Trinkwasser ein zweites Mal, zum Beispiel für die Toilettenspülung, zu gebrauchen. Es gibt neu entwickelte Wiederaufbereitungsanlagen, die das Wasser soweit aufbereiten, dass es geruchsfrei und problemlos speicherbar ist und zudem den EU-Richtlinien für Badegewässer entspricht.
Das nur leicht verschmutzte Abwasser von der Bade-, bzw. Duschwanne dem Waschtisch (Grauwasser) ggfs. auch Waschmaschine, wird nach intelligenter Aufbereitung erneut im Gebäude verwendet z. B. bei der Toilettenspülung, Waschmaschine, Bewässerung oder der Raumreinigung.
Das Grauwasser-Recycling bietet ein breites Spektrum: von Einfamilienhäusern wie auch Geschosswohnungsbau, vom Hotel über Wohnheim bis hin zu Sportstätten.
Die Wiederverwendung des bereits genutzten Wassers reduziert die Trink- und Abwasserkosten. Diese Zweifachnutzung des wertvollen Wassers schont die kostbaren Wasserreserven und reduziert zudem die Abwasserbelastung.
Mit der IWM®-Grauwasser-Recycling-Anlage lässt sich leicht verunreinigtes Wasser wieder verwenden. Mit dem kompakten System können bis zu 300 Liter Wasser pro Tag von Duschen, Badewannen und Handwaschbecken aufbereitet und anschließend für Toilettenspülung, Waschmaschine oder Gartenbewässerung genutzt werden.
Das Grauwasser wird zunächst in einem Schlaufenreaktor durch eine spezielle Belüftung biologisch behandelt. Über den Gravity-Effekt wird die Filtrationseinheit mit dem vorgereinigten Grauwasser beschickt. Die Filtrationseinheit besteht aus Membranplatten mit einer Porengröße von 0,00005 mm und garantiert den vollständigen Rückhalt von Keimen und Bakterien auf Grund der Sterilfiltration (zum Vergleich: Bakteriengröße 0,001 mm). Durch den Gravity-Effekt wird ein kontinuierlicher Filtratfluss und somit eine lange Standzeit bei einem geringen Instandhaltungsaufwand gewährleistet. Die Bevorratung des Klarwassers und die betriebssichere Versorgung der Toilettenspülung werden durch die bewährten Komponenten aus der IRM® -Technologie (Intelligentes Regenwasser-Management) bewerkstelligt.
Alle Prozesse werden zentral mikroelektronisch überwacht. Die intelligente Steuerung optimiert den Prozess bei unterschiedlichem Verbraucherverhalten. Störungen werden mit einer optischen und akustischen Meldung angezeigt.
Die Nutzung des Grauwassers erfordert die Ableitung der Abwässer von Dusche, Badewanne und Handwaschbecken zur IWM®-Anlage hin. Die übrigen Abwässer können, wie gewohnt, in die Kanalisation eingeleitet werden. Dieses sollte bereits in der Planung des Gebäudes berücksichtigt werden.
Wie bei der Regenwassernutzung müssen auch hier die Betriebswasserleitungen und die Entnahmestellen gekennzeichnet sein, damit es zu keinen Verwechslungen mit der Trinkwasserleitung kommt.
Bei Grauwassernutzungsanlagen müssen keine zusätzlichen Abwassergebühren bezahlt werden, da hier das Trinkwasser lediglich ein zweites Mal genutzt wird, ehe es in die Kanalisation gelangt.





